Die rheinische Küche ist bodenständig und lebt von wenigen Grundzutaten: Kartoffeln, Äpfel, Zuckerrübensirup, Roggenbrot und Fleisch, das lange gegart wird. Viele Gerichte tragen bis heute Namen im Dialekt, und manche sind eng mit Brauchtum, Fastenzeiten oder dem Kneipenalltag verbunden. Gemeint ist hier vor allem das nördliche Rheinland mit Köln, Düsseldorf, Bonn, Aachen und dem Umland.
Die Reihenfolge ist eine redaktionelle Einschätzung, wie stark ein Gericht mit der Region verbunden ist und wie verbreitet es dort heute noch ist. Die Liste zählt von Platz 8 herunter. Auf Platz 1 steht ein Schmorgericht, das als Aushängeschild der rheinischen Küche gilt.
8
Platz 8 von 8: Aachener Printen
EssenPrinten
Die Aachener Printe ist ein fester, würziger Lebkuchen aus der Kaiserstadt und eine der wenigen rheinischen Spezialitäten mit EU-weit geschützter geografischer Angabe. Als echte Aachener Printen gelten nur Erzeugnisse aus Aachen und einigen Nachbarorten wie Würselen, Eschweiler oder Stolberg.
heutige Rezeptur
um 1820
EU-Schutzstatus
g.g.A.
Ihre heutige Form entstand um 1820. Weil Zucker durch die Kontinentalsperre knapp und teuer geworden war, süßten Aachener Bäcker den fettfreien Teig mit Zuckerrübensirup. Hinzu kommen Gewürze wie Zimt, Anis, Nelken und Koriander.
Aus diesem Grundrezept ging die Kräuterprinte hervor. Ab den 1860er-Jahren kamen Schokoladenprinten hinzu; heute gibt es zahlreiche Varianten von weich bis knochenhart.