Die 10 verbreitetsten Irrtümer im Alltag

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Platz 1 von 10: „Der Mensch nutzt nur zehn Prozent seines Gehirns“

Kaum ein Irrtum ist so populär wie dieser, und kaum einer ist so gründlich widerlegt. Bildgebende Verfahren wie PET und funktionelle MRT zeigen, dass im Laufe eines Tages praktisch alle Hirnregionen aktiv sind, auch im Schlaf. Verletzungen in nahezu jedem Bereich führen zu Ausfällen.

Anteil am Körpergewicht
rund 2 %
Anteil am Energiebedarf
bis zu 20 %

Auch aus biologischer Sicht wäre ein überwiegend ungenutztes Organ kaum zu erklären. Das Gehirn macht nur rund 2 Prozent des Körpergewichts aus, verbraucht aber bis zu 20 Prozent der Energie des Körpers.

Die Idee geht vermutlich auf Theorien über ungenutzte Reserven zurück, die US-Psychologen um 1900 vertraten, und verbreitete sich über Ratgeberliteratur. Filme wie „Ohne Limit“ von 2011 und „Lucy“ von 2014 machten die Vorstellung zur Grundlage ihrer Handlung.

Häufige Fragen

Welcher Alltagsirrtum ist am weitesten verbreitet?

In dieser redaktionellen Rangfolge steht die Annahme an erster Stelle, der Mensch nutze nur zehn Prozent seines Gehirns. Bildgebende Verfahren zeigen jedoch, dass praktisch alle Hirnregionen im Tagesverlauf aktiv sind.

Hat Spinat wirklich wenig Eisen?

Frischer Spinat enthält rund 3,5 Milligramm Eisen pro 100 Gramm und liegt damit im Mittelfeld der Gemüsesorten. Der früher genannte zehnfache Wert bezog sich vermutlich auf getrockneten Spinat.

Warum halten sich solche Irrtümer so lange?

Viele beruhen auf echten Beobachtungen, die falsch erklärt werden, etwa beim Rasieren oder bei Kindern nach Festen. Hinzu kommt, dass sie in Schule, Familie, Büchern und Filmen immer wieder weitergegeben werden.

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