Wenn es draußen kalt wird, haben Suppen und Eintöpfe Saison. Viele von ihnen beruhen auf Zutaten, die sich gut lagern lassen oder gerade geerntet werden: Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Kürbis, Kohl und Rote Bete. Dazu kommen lange gekochte Brühen, die mit wenig Aufwand mehrere Mahlzeiten ergeben.
Eine verlässliche Statistik darüber, welche Wintersuppe in Deutschland am häufigsten gekocht wird, gibt es nicht. Die Reihenfolge dieser Liste ist daher eine redaktionelle Auswahl, die sich an Verbreitung und Bekanntheit der Gerichte orientiert. Zu jeder Suppe gehören Herkunft, Grundzutaten und die Art der Zubereitung. Die Liste zählt von Platz 8 herunter. Auf Platz 1 steht eine Alltagssuppe, deren Hauptzutat Friedrich II. in Preußen 1756 per Befehl anbauen ließ.
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Platz 8 von 8: Borschtsch
EssenBorschtsch
Die Suppe auf Basis von Roter Bete ist in Osteuropa weit verbreitet. In Deutschland ist sie vor allem durch Familien mit Wurzeln in der Ukraine, in Russland oder Polen bekannt geworden.
UNESCO-Eintrag
2022
Die Kultur des Borschtsch-Kochens in der Ukraine wurde im Juli 2022 in die UNESCO-Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die UNESCO betonte dabei, dass die Eintragung keinen Alleinanspruch eines Landes auf das Gericht bedeutet.
Die Rezepte unterscheiden sich stark. Häufig enthalten sie neben Roter Bete auch Weißkohl, Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln und Rind- oder Schweinefleisch; ein Schuss Essig oder Zitrone erhält die rote Farbe. Serviert wird Borschtsch meist mit einem Klecks Schmand und frischem Dill.