Die 7 seltensten Tiere in Deutschland

7 / 7

Platz 1 von 7: Bartgeier

Der Bartgeier ist mit einer Flügelspannweite von bis zu etwa 2,80 Metern einer der größten Greifvögel Europas. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde er in den Alpen ausgerottet: Die letzten Vögel schoss man 1886 in der Schweiz, 1906 in Österreich und 1913 in Italien.

ausgewildert 2021–2026
12
Knochenanteil Nahrung
rund 80 %
Spannweite
bis 2,8 m

Seit 2021 wildern der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern und der Nationalpark Berchtesgaden im Klausbachtal junge Bartgeier aus Zuchtprogrammen aus. Bis 2026 wurden so zwölf Vögel freigelassen, das Projekt ist bis voraussichtlich 2030 angelegt.

Ungewöhnlich ist die Ernährung: Rund 80 Prozent der Nahrung bestehen aus Knochen verendeter Tiere. Größere Knochen lässt der Geier aus der Höhe auf Felsen fallen, um sie zu zerbrechen.

Häufige Fragen

Welche Tierart in Deutschland ist am seltensten?

Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, weil Bestände unterschiedlich erfasst werden. Zu den seltensten größeren Wildtieren zählt der Bartgeier, von dem seit 2021 im Nationalpark Berchtesgaden zwölf Jungvögel ausgewildert wurden. Ähnlich klein ist die Zahl der Elche, die aus Polen und Tschechien einwandern.

Was bedeutet „vom Aussterben bedroht“ auf der Roten Liste?

Es ist die höchste Gefährdungskategorie für Arten, die noch vorkommen. Sie bedeutet, dass eine Art ohne Schutzmaßnahmen in absehbarer Zeit verschwinden könnte. In Deutschland stehen zum Beispiel Großtrappe und Schreiadler in dieser Kategorie.

Warum werden ausgerottete Tiere wieder angesiedelt?

Wiederansiedlungen sollen verlorene Arten zurückbringen und ihre Rolle im Ökosystem wiederherstellen, etwa als Aasverwerter wie der Bartgeier. Voraussetzung ist, dass die ursprünglichen Ursachen des Verschwindens, zum Beispiel die Bejagung, nicht mehr bestehen.

Mehr Artikel