Die 7 seltensten Tiere in Deutschland

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Viele Tierarten, die früher in Deutschland verbreitet waren, sind über die Jahrhunderte verschwunden oder auf kleine Restbestände geschrumpft. Gründe waren vor allem Bejagung, der Verlust von Lebensräumen und eine intensivere Land- und Forstwirtschaft. Einige Arten kehren inzwischen zurück, weil sie geschützt oder wieder angesiedelt werden oder aus Nachbarländern zuwandern.

Die Reihenfolge ist eine redaktionelle Einordnung nach der Größe der bekannten Bestände. Sie stützt sich auf Zählungen von Behörden, Schutzprojekten und Fachliteratur aus den Jahren 2013 bis 2026. Weil manche Arten als Einzeltiere und andere als Brutpaare erfasst werden, sind die Zahlen nur grob vergleichbar. Die Liste zählt von Platz 7 herunter. Auf Platz 1 steht ein Greifvogel, der vor mehr als hundert Jahren aus den Alpen verschwand und dessen Rückkehr nach Deutschland erst 2021 begann.

Platz 7 von 7: Großtrappe

Die Großtrappe zählt zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt, Hähne können bis zu 16 Kilogramm wiegen. In Deutschland lebt sie nur noch in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, in weiten, offenen Wiesen- und Ackerlandschaften.

Tiere (2021)
347
Tiefstand 1997
55
Gewicht Hähne
bis 16 kg

Um 1940 gab es im Osten des heutigen Deutschlands noch rund 4.000 Tiere. Im Jahr 1997 zählte man in den drei verbliebenen Brutgebieten nur noch 55 Vögel. Auf der Roten Liste Deutschlands steht die Art in der Kategorie „vom Aussterben bedroht“.

Dank Schutzgebieten und einer angepassten Bewirtschaftung der Flächen hat sich der Bestand seitdem deutlich erholt. 2021 wurden 347 Großtrappen gezählt, so viele wie seit 40 Jahren nicht. Sie verteilen sich auf das Havelländische Luch, die Belziger Landschaftswiesen und den Fiener Bruch.

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