Platz 5 von 7: Schreiadler
Der Schreiadler brütet in Deutschland nur noch im Osten Mecklenburg-Vorpommerns und im Nordosten Brandenburgs. Sein Brutgebiet ist von rund 83.000 Quadratkilometern um 1800 auf etwa 10.000 Quadratkilometer im Jahr 2004 geschrumpft. In Sachsen-Anhalt brütet er seit 2012 nicht mehr.
- Brutpaare (2013)
- 91
- Spannweite
- bis 1,68 m
2003 wurden noch etwa 130 Brutpaare gezählt, 2013 brüteten 91 Paare, davon 68 in Mecklenburg-Vorpommern und 23 in Brandenburg. Die Rote Liste Deutschlands führt ihn als „vom Aussterben bedroht“. Als Hauptursache für den anhaltenden Rückgang gilt der Verlust von Lebensräumen durch eine intensivere Land- und Forstwirtschaft.
Als Langstreckenzieher überwintert der Schreiadler im südlichen Afrika. Auf dem Zug über den Bosporus und das östliche Mittelmeer droht ihm zusätzlich Gefahr durch Wilderei, etwa im Libanon.