Die 10 merkwürdigsten Gesetze der Welt

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Platz 1 von 10: China: Wiedergeburt nur mit Genehmigung

In China gilt seit dem 1. September 2007 die sogenannte Anordnung Nr. 5 der staatlichen Religionsbehörde. Sie regelt, wie die Reinkarnation lebender Buddhas im tibetischen Buddhismus anerkannt wird.

in Kraft seit
2007

Klöster müssen vor der Anerkennung eines wiedergeborenen Lamas einen Antrag stellen. Je nach Bedeutung des Falls entscheiden Behörden der Provinz, die nationale Religionsbehörde oder der Staatsrat. Reinkarnationen ohne staatliche Genehmigung gelten laut Verordnung als „illegal oder ungültig“.

Hinter der ungewöhnlichen Vorschrift steht ein politischer Konflikt: Die Regierung beansprucht damit Einfluss auf die Auswahl religiöser Würdenträger, darunter auch die Nachfolge des Dalai Lama. Kritiker sehen darin einen Eingriff in die Religionsfreiheit.

Häufige Fragen

Stimmen die vielen kuriosen Gesetze, die im Internet kursieren?

Oft nicht. Viele angebliche Gesetze, etwa aus einzelnen US-Bundesstaaten, lassen sich in keinem Gesetzestext finden, sind längst aufgehoben oder werden verkürzt wiedergegeben. Diese Liste beschränkt sich auf Regeln mit nachweisbarer Rechtsgrundlage.

Darf man in Singapur Kaugummi kauen?

Ja. Verboten sind der Verkauf und die Einfuhr größerer Mengen. Eine kleine Menge für den Eigenbedarf darf mitgebracht werden. Wer Kaugummi achtlos ausspuckt, muss allerdings mit einem Bußgeld wegen Verschmutzung rechnen.

Warum regelt China die Wiedergeburt von Lamas?

Die Anordnung Nr. 5 von 2007 sichert dem Staat ein Mitspracherecht bei der Anerkennung tibetisch-buddhistischer Würdenträger. Sie gilt als Teil eines politischen Konflikts um Tibet und die künftige Nachfolge des Dalai Lama.

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