Platz 1 von 8: Der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann (1845)
Zu Weihnachten 1844 suchte der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann ein Bilderbuch für seinen dreijährigen Sohn, fand aber keines, das ihm gefiel. Also zeichnete und dichtete er selbst. Auf Drängen von Freunden erschien das Buch 1845 unter dem Pseudonym „Reimerich Kinderlieb“ und noch mit dem Titel „Lustige Geschichten und drollige Bilder für Kinder von 3–6 Jahren“.
- Erstausgabe
- 1845
- Geschichten
- 10
- Museum in Frankfurt
- seit 1977
Zehn Geschichten erzählen von Kindern, die nicht gehorchen, etwa vom Suppen-Kaspar, vom Zappel-Philipp, von Hanns Guck-in-die-Luft oder von Paulinchen und den Streichhölzern. Ab 1847 trug das Buch den bekannten Titel.
Wegen der harten Strafen wird es bis heute als „Schwarze Pädagogik“ kritisiert, andere lesen es als schwarzen Humor. Übersetzt wurde es in viele Sprachen, ins Englische unter anderem von Mark Twain. In Frankfurt gibt es seit 1977 ein eigenes Struwwelpeter-Museum.