Die 8 häufigsten Irrtümer über Hunde

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Kaum ein Haustier ist so gut erforscht wie der Hund, und trotzdem halten sich viele Faustregeln, die einer Überprüfung nicht standhalten. Einige stammen aus älteren Beobachtungen an Wölfen, andere sind schlicht bequeme Vereinfachungen.

Die folgende Liste stellt acht verbreitete Annahmen dem heutigen Wissensstand gegenüber und nennt, wo möglich, die Studien dahinter. Die Auswahl ist redaktionell, die Reihenfolge ist keine Rangfolge nach Häufigkeit. Bei Fragen zur Gesundheit eines bestimmten Hundes ersetzt die Liste keine tierärztliche Untersuchung.

Platz 1 von 8: Ein Hundejahr entspricht sieben Menschenjahren

Die Faustregel, das Alter eines Hundes mit sieben zu multiplizieren, ist einfach, aber biologisch nicht haltbar. Hunde entwickeln sich im ersten Lebensjahr sehr schnell und sind dann bereits geschlechtsreif, während sich das Altern später verlangsamt.

Menschenjahre mit 1 J.
ca. 31
Menschenjahre mit 12 J.
ca. 71
Studie in Cell Systems
2020

Ein Forschungsteam der University of California San Diego verglich 2020 in der Fachzeitschrift „Cell Systems“ epigenetische Veränderungen im Erbgut von gut hundert Labrador Retrievern mit denen von Menschen. Nach der daraus abgeleiteten Formel entspricht ein einjähriger Hund etwa einem 31-jährigen Menschen, ein zwölfjähriger rund einem 71-jährigen.

Die Formel wurde allerdings nur an Labradoren ermittelt. Weil große Rassen im Schnitt früher altern als kleine, dürfte die Umrechnung je nach Rasse unterschiedlich ausfallen.

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