Platz 5 von 8: Der Hund will das Alphatier sein
Die Vorstellung, ein Hund strebe ständig nach der Führung und müsse deshalb unterworfen werden, stammt zu einem großen Teil aus älteren Beobachtungen an Wölfen. Frühe Studien untersuchten meist nicht verwandte Tiere, die in Gehegen zusammenlebten und dort um ihren Rang konkurrierten.
- Mechs Buch „The Wolf“
- 1970
Der US-Wolfsforscher L. David Mech, der den Begriff „Alphawolf“ mit seinem Buch „The Wolf“ von 1970 bekannt gemacht hatte, rückte später selbst davon ab. Freilebende Wolfsrudel sind nach seinen Beobachtungen in der Regel Familien, und die vermeintlichen Alphatiere sind schlicht die Elterntiere.
Hinzu kommt, dass Hunde keine Wölfe sind und ihr Verhalten durch das lange Zusammenleben mit Menschen geprägt wurde. Viele Hundeschulen arbeiten heute deshalb eher mit Belohnung und klaren Regeln als mit Unterwerfungsritualen.