Die 7 giftigsten Tiere der Welt

7 / 7

Platz 1 von 7: Seewespe

Die Seewespe (Chironex fleckeri) ist eine Würfelqualle, die an der Nord- und Ostküste Australiens vorkommt. Große Exemplare erreichen einen Schirmdurchmesser von etwa 30 Zentimetern. An den vier Ecken hängen insgesamt bis zu 60 Tentakel, die sich beim Beutefang auf bis zu drei Meter strecken können.

Tentakel
bis 60
Tentakellänge
bis 3 m
Todesfälle seit 1883
mind. 64

Die Tentakel sind mit Millionen Nesselzellen besetzt. Nach schweren Kontakten kann der Tod schon nach etwa 5 bis 20 Minuten eintreten. Seit dem späten 19. Jahrhundert sind in Australien mindestens 64 Todesfälle dokumentiert, unter den Opfern sind auffallend viele Kinder.

Als Erste Hilfe gilt Speiseessig, der noch nicht ausgelöste Nesselzellen unschädlich macht; Abspülen mit Wasser hilft dagegen nicht. Ein Gegengift existiert, wirkt aber nicht in jedem Fall zuverlässig. Freischwimmende Quallen treten in Australien vor allem zwischen etwa November und Mai auf.

Häufige Fragen

Welches Tier gilt als das giftigste der Welt?

Das hängt vom Maßstab ab. Die Seewespe gilt wegen ihres schnell wirkenden Gifts und vieler dokumentierter Todesfälle als besonders gefährlich. Nach Labordaten hat der Inlandtaipan das stärkste Schlangengift, und das Batrachotoxin des Schrecklichen Pfeilgiftfroschs zählt zu den stärksten Naturgiften überhaupt.

Was unterscheidet giftige Frösche von Giftschlangen?

Schlangen, Spinnen, Kegelschnecken oder Quallen bringen ihr Gift aktiv über Zähne, Stacheln oder Nesselzellen in den Körper anderer Tiere. Pfeilgiftfrösche tragen es dagegen passiv in der Haut. Es schützt sie vor Fressfeinden, wird aber nicht zur Jagd eingesetzt.

Gibt es in Deutschland giftige Schlangen?

Ja, die Kreuzotter und die Aspisviper, die in Deutschland nur im südlichen Schwarzwald vorkommt. Ihre Bisse sind für gesunde Erwachsene selten lebensbedrohlich, sollten aber immer ärztlich behandelt werden. Für Kinder und ältere Menschen ist das Risiko höher.

Mehr Artikel