Gift ist im Tierreich weit verbreitet. Manche Arten setzen es aktiv über Stacheln, Zähne oder Nesselzellen ein, andere tragen es passiv in der Haut und schützen sich so vor Fressfeinden. Für Menschen gefährlich sind nur wenige von ihnen, doch einige Gifte wirken schon in winzigen Mengen tödlich.
Eine einheitliche Rangliste gibt es nicht, weil Laborwerte wie die mittlere tödliche Dosis meist an Mäusen ermittelt werden und sich nur bedingt auf Menschen übertragen lassen. Die Reihenfolge ist deshalb eine redaktionelle Einordnung, die Giftstärke, Wirkgeschwindigkeit und dokumentierte Todesfälle berücksichtigt. Die Liste zählt von Platz 7 herunter. Auf Platz 1 steht ein Meeresbewohner, der in Australien seit dem 19. Jahrhundert für mehr als 60 dokumentierte Todesfälle verantwortlich gemacht wird.
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Platz 7 von 7: Sydney-Trichternetzspinne
TiereSydney-Trichternetzspinne
Die Sydney-Trichternetzspinne (Atrax robustus) lebt im Großraum Sydney, von der Central Coast bis in die Blue Mountains. Weibchen erreichen eine Körperlänge von 35 bis 40 Millimetern, Männchen bleiben mit 25 bis 30 Millimetern etwas kleiner. Ihre Wohnröhren legen die Tiere im Boden an.
Todesfälle 1927–1981
13
Gegengift seit
1981
Gefährlich ist vor allem das Gift der Männchen, das auf Wirbeltiere etwa fünfmal stärker wirkt als das der Weibchen. Sein Hauptbestandteil ist ein Nervengift aus 42 Aminosäuren, das früher Robustoxin genannt wurde.
Zwischen 1927 und 1981 starben 13 Menschen an Bissen dieser Spinne. Im Jahr 1981 entwickelte ein Team an den Commonwealth Serum Laboratories ein Gegengift. Seitdem ist kein weiterer Todesfall bekannt geworden.