Die 8 ältesten Universitäten Deutschlands

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Die ersten Universitäten im heutigen Deutschland entstanden deutlich später als in Italien, Frankreich oder England. Einige frühe Gründungen überdauerten die Jahrhunderte allerdings nicht: Köln (1388) wurde 1798 geschlossen und erst 1919 wieder eröffnet, Erfurt (Lehrbetrieb ab 1392) 1816 aufgelöst und 1994 neu gegründet, Mainz (1477) bestand erst ab 1946 wieder als Johannes Gutenberg-Universität.

Diese Rangfolge richtet sich daher nach dem Gründungsjahr der Universitäten, die seit ihrer Gründung bestehen, ohne zwischenzeitlich aufgelöst und neu gegründet worden zu sein. Grundlage sind die Daten, wie sie die Universitäten selbst und die Wikipedia-Liste der ältesten Universitäten (Stand 2026) angeben. Die Liste zählt von Platz 8 herunter. Platz 1 wurde noch im 14. Jahrhundert gegründet.

Platz 8 von 8: Philipps-Universität Marburg (1527)

Landgraf Philipp von Hessen, genannt der Großmütige, gründete die Marburger Universität im Jahr 1527, die feierliche Eröffnung fand am 1. Juli statt. Sie gilt als älteste noch bestehende Universität, die auf eine protestantische Gründung zurückgeht, und ist zugleich die älteste Hochschule Hessens.

Gründung
1527
Studierende (2025)
rund 21.000

Nur zwei Jahre nach der Gründung lud der Landgraf Martin Luther, Ulrich Zwingli und Philipp Melanchthon zum Marburger Religionsgespräch ein. Eine Einigung über das Abendmahlsverständnis kam dabei nicht zustande.

Jacob und Wilhelm Grimm studierten in Marburg Rechtswissenschaft, Jacob ab 1802 und Wilhelm ein Jahr später. Das neugotische Gebäude der Alten Universität mit Aula und Studentenkarzer entstand im Kaiserreich nach Plänen von Carl Schäfer.

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