Platz 6 von 8: Eine Kätzin sollte vor der Kastration einmal Junge bekommen
Hartnäckig hält sich die Vorstellung, ein Wurf sei gut für die Gesundheit oder das Wesen einer Kätzin. Eine tiermedizinische Grundlage dafür gibt es nicht. Veterinärämter wie das des Landkreises Bayreuth halten in ihren Merkblättern fest, dass ein Wurf weder gesundheitliche noch verhaltensbezogene Vorteile bringt.
Eine Kastration ohne vorherigen Wurf hat demnach keine Nachteile. Tierschutzorganisationen sprechen sich dafür aus, Freigänger vor der Geschlechtsreife zu kastrieren, weil sich unkastrierte Tiere rasch vermehren und viele ungewollte Kätzchen in Tierheimen landen.
Zahlreiche Städte und Gemeinden haben inzwischen Katzenschutzverordnungen erlassen. Paderborn etwa schreibt die Kastration von Freigängerkatzen ab dem fünften Lebensmonat vor.