Die deutsche Nordseeküste ist vom Wattenmeer geprägt. Zweimal am Tag fällt das Watt trocken, und an vielen Orten liegt zwischen Deich und offenem Wasser ein breiter Streifen aus Sand, Salzwiese oder Schlick. Badestrände gibt es deshalb an der Festlandküste nur an bestimmten Stellen, auf den vorgelagerten Inseln dagegen oft auf der ganzen Seeseite.
Die Reihenfolge dieser Liste ist eine redaktionelle Auswahl und keine Statistik. Berücksichtigt wurden Größe und Beschaffenheit des Strandes, Landschaft und Erreichbarkeit; die bekannten Strände von Sylt und Amrum sind bereits in einer eigenen Inselliste beschrieben und fehlen hier bewusst. Die Liste zählt von Platz 8 herunter. Auf Platz 1 steht ein Strand auf dem Festland, der vor allem durch seine Weite auffällt.
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Platz 8 von 8: Dangast am Jadebusen
ReisenJadebusen
Dangast liegt am Südufer des Jadebusens in der Gemeinde Varel und gilt als südlichstes Nordseebad. Der Sandstrand ist rund zwei Kilometer lang, allerdings sind nicht alle Abschnitte öffentlich zugänglich, weil einige Grundstücke eingezäunt sind.
Strandlänge
rund 2 km
Gründung des Seebads
um 1795
Gebadet wird bei Hochwasser; bei Niedrigwasser fällt der Jadebusen weitgehend trocken, und das Watt lässt sich zu Fuß erkunden. Badegäste kamen schon Ende des 18. Jahrhunderts, nachdem Graf Bentinck um 1795 die Gründung eines Seebads nach englischem Vorbild angeregt hatte.
Bekannt ist der Ort auch durch die Kunstgeschichte. Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff von der Künstlergruppe „Brücke“ malten hier zwischen 1908 und 1912, und Franz Radziwill lebte von 1923 bis zu seinem Tod 1983 in Dangast. Sein Wohnhaus ist heute ein Museum.