Platz 5 von 10: In der Tiefsee gibt es Leben ohne Sonnenlicht
Lange galt Sonnenlicht als Grundlage allen Lebens. Im Februar 1977 tauchte das Forschungs-U-Boot Alvin am Galápagos-Graben im Ostpazifik in rund 2.500 Meter Tiefe und fand an heißen Quellen Muscheln, Krabben und später ganze Felder von Röhrenwürmern.
- Entdeckung
- 1977
- gemessene Temperatur
- bis 464 °C
An solchen hydrothermalen Quellen tritt Wasser mit über 300 Grad Celsius aus dem Meeresboden, gemessen wurden bis zu 464 Grad. Bakterien und Archaeen gewinnen dort Energie aus Schwefelwasserstoff und bilden die Basis der Nahrungskette. Dieser Vorgang heißt Chemosynthese.
Der Riesenröhrenwurm Riftia pachyptila hat als ausgewachsenes Tier weder Mund noch Darm. Er beherbergt in einem eigenen Organ Milliarden Bakterien, die ihn mit Nährstoffen versorgen.