Im weltweiten Vergleich gibt es in Europa nur wenige Tiere, die Menschen ernsthaft gefährlich werden. Begegnungen mit Bären oder Giftschlangen sind selten. Gesundheitlich bedeutsamer sind oft unscheinbare Arten, die Krankheitserreger übertragen oder bei empfindlichen Menschen schwere allergische Reaktionen auslösen.
Die Reihenfolge ist eine redaktionelle Einschätzung, keine Statistik. Sie berücksichtigt, wie häufig Menschen mit einem Tier in Kontakt kommen und wie ernst die möglichen Folgen sind. Belastbare europaweite Zahlen zu Todesfällen durch Tiere gibt es kaum, deshalb verzichtet dieser Artikel auf geschätzte Opferzahlen. Die Liste zählt von Platz 10 herunter. Auf Platz 1 steht ein unscheinbares Tier, dessen Stich selbst nicht das Problem ist, das aber Erreger zweier ernster Krankheiten übertragen kann.
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Platz 10 von 10: Portugiesische Galeere
TiereGaleere
Die Portugiesische Galeere (Physalia physalis) ähnelt einer Qualle, ist aber keine echte Qualle, sondern eine Staatsqualle: eine Kolonie aus vielen spezialisierten Einzeltieren. Über dem Wasser treibt eine bläulich schimmernde Gasblase, darunter hängen Fangfäden, die viele Meter lang werden können.
Die Tiere leben vor allem im offenen Atlantik und werden bei bestimmten Wind- und Strömungslagen an die Küsten Portugals, Spaniens und Frankreichs gespült, gelegentlich auch ins Mittelmeer. Örtliche Behörden sperren dann teilweise Strände.
Kontakt mit den Nesselkapseln verursacht heftige, brennende Schmerzen und striemenartige Hautreizungen. Für gesunde Erwachsene ist das meist nicht lebensgefährlich; Kreislaufreaktionen sind aber möglich. Auch angespülte, scheinbar tote Exemplare können noch nesseln und sollten nicht berührt werden.